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Über uns

Das Festival

„Wir können es selbst kaum fassen, here it comes: Das 1. Braunschweiger Filmfest!“, freuten sich die Gründerinnen und Gründer des Filmfest 1987. Zwanzig Hochschulstudenten, Absolventen der Braunschweiger Filmklasse und Mitglieder der „Filmkoop“ hatten sich zusammengefunden, weil ihnen das cineastische Angebot in der Stadt nicht ausreichte.

Basisdemo­kratisch, ehrenamtlich und mit großem Enthusiasmus stellten sie ein eigenes Programm zusammen und gründeten das „Filmfest Braunschweig“. Heute ist das Internationale Filmfest Braunschweig übrigens das älteste Filmfestival Niedersachsens, ein Publikumsfestival mit rund 25.000 Besuchern, darunter auch ca. 300 Fachbesucher wie Regisseure, Schauspieler, Produzenten, Komponisten und Journalisten. Auf sechs Leinwänden zeigt das Festival an sechs Tagen ca. 250 Lang- und Kurzfilme.

Seit 2009 betreiben Mitglieder des Festivals außerdem ihr eigenes Filmtheater, das UNIVERSUM Filmtheater, mit 87 bzw. 207 Plätzen vor zwei Leinwänden.

1. Filmfest Braunschweig, 1987
1. Filmfest Braunschweig, 1987
Jürgen Vogel beim Filmfest, 1994
Jürgen Vogel beim Filmfest, 1994

Programm

Junges europäisches Kino auf hohem Niveau bildet einen Schwerpunkt des Festivals. DER HEINRICH, der Publikumpreis für europäische Debüt- und Zweitfilme, der deutsch-französische Jugendpreis KINEMA und der Hauptpreis DIE EUROPA für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur unterstreichen die Ausrichtung. Mit dem SCHWARZEN LÖWEN für den besten Film der BEYOND-Reihe zeichnet das Festival Filme aus, die visuell oder thematisch Risiken eingehen und  Experimente jenseits cineastischer oder moralischer Konventionen wagen.

Musik und Film

Mit der Reihe MUSIK UND FILM liegt ein weiterer Fokus auf dem Klang der bewegten Bilder. Filmkonzerte "live to projection", Stummfilmkonzerte berühmter Klassiker, Retrospektiven für internationale renommierte Filmkomponisten runden das Profil des Braunschweiger Festivals ab und geben Publikum und Presse Raum für Entdeckungen.

Das Internationale Filmfestival Braunschweig widmet sich einem lange Zeit unbeachteten Aspekt der Filmgeschichte und -kultur: Der engen Verbindung zwischen Film und Musik. Seit 2002 laden wir bekannte Filmkomponisten wie wie Craig ArmstrongShigeru UmebayashiMichael NymanJean-Michel Bernard oder Marcel Barsotti ein, um eine Auswahl ihrer Filme vorzustellen und über ihre Werke zu sprechen. 

In Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig, eines der weltweit ältesten Kulturorchester, führt das Festival darüber hinaus Filmkonzerte mit Neukompositionen auf und präsentiert deutsche Erstaufführungen wie die Filmkonzerte "The Artist" in Gegenwart von Komponist und Oscar-Preisträger Ludovic Bource oder "Blancanieves" von Alfonso di Vilallonga.

Gottfried John mit den Filmfest-Mitgliedern Edgar Merkel (li.) und Dagmar Schumacher, 2001
Gottfried John mit den Filmfest-Mitgliedern Edgar Merkel (li.) und Dagmar Schumacher, 2001
"Europa"-Preisträgerin 2011: Isabelle Huppert
"Europa"-Preisträgerin 2011: Isabelle Huppert

Schauspielpreis DIE EUROPA

Mit dem europäischen Schauspielpreis DIE EUROPA zeichnet das Internationale Filmfest Braunschweig einen Schauspieler oder eine Schauspielerin aus, der bzw. die sich durch herausragende künstlerische Leistungen um die europäische Filmkultur verdient gemacht hat. Der Preis umfasst neben der Bronzestatue DIE EUROPA ein Preisgeld von 15.000 Euro, gestiftet vom Hauptsponsor, der Volkswagen Financial Services AG.

Die Stadt Braunschweig

Historische Sehenswürdigkeiten und alte Viertel, postmoderne Architektur, ein reiches Kulturangebot, städtischer Charme und weitläufige Parkanlagen und naturbelassene Landschaften – Braunschweig, die Stadt „Heinrich des Löwen“ und Heimat von über 250.000 Einwohnern, vereint Vergangenheit und Zukunft, Historisches und Visionäres sowie Tradition und Innovation.

Der Schriftsteller Wilhelm Raabe, Komponist Louis Spohr und Mathematiker Friedrich Gauß lebten hier und durch sie reiften Kunst, Wissenschaft und Esprit. Braunschweig beherbergt seit 1754 das Anton Ulrich-Museum, das erste öffentliche Museum Deutschlands. Lessings „Emilia Galotti“ feierte hier 1772 genauso wie Goethes „Faust I“ 1829 Premiere. Seit 1963 ist die einzige Kunsthochschule Niedersachsens in Braunschweig ansässig.

www.braunschweig.de