Filmfest Braunschweig zeigt zwei nordmedia-Produktionen in der Haute-Normandie
Mit zwei neuen Filmen reiste eine dreiköpfige Delegation des filmfests vom 17. bis 20. März nach Rouen an die Seine. Damit setzten Florence Houdin, Filmfest-Vorstand Marc Aurel Jensen und Filmfest-Leiter Volker Kufahl den filmkulturellen Austausch mit der niedersächsischen Partnerregion Haute-Normandie und dem Pôle Image unter dem Titel „FotoKino“ im neunten Jahr fort, allerdings unter veränderten Rahmenbedingungen: nach 24 Jahren hatte das etablierte Festival du Cinéma Nordique – Partnerfestival des fast gleich alten Braunschweiger Festivals - zum Jahresende seine Existenz überraschend eingestellt.
Im Gepäck hatten Kufahl, Jensen und Houdin zwei von der niedersächsischen Filmförderung nordmedia geförderte Produktionen. Den Spielfilm „Abgebrannt“ (Regie: Verena S. Freytag, Produktion: Jost Hering Filme), der von der charmanten Hauptdarstellerin Maryam Zaree vorgestellt wurde, sowie den Kurzfilm „Betty B. And The The's“ (Regie: Felix Stienz, Produktion: Strangenough Pictures), präsentiert von Hauptdarsteller Tobias Böttcher im Programmkino „Omnia“.
Das auf dem Saarbrückener Max-Ophüls-Festival mit dem SR/ZDF Drehbuchpreis ausgezeichnete Drama „Abgebrannt“ erlebte seine Frankreich-Premiere. Für das französische Publikum konnte das Braunschweiger Filmfest dank einer Nordmedia-Förderung eine französisch untertitelte 35mm-Kopie zeigen. Die Untertitel lieferte die Hamburger Firma SUBS.
Teil des filmkulturellen Austauschprogramms war auch wieder das Schulkinoprojekt KINEMA, dessen deutsch-französischer Jugendpreis alljährlich auf dem Braunschweiger Filmfest vergeben wird. Werner Ritter vom Kultusministerium Niedersachsen, Projektleiter Johannes Wilts und Kristina Bonas von KINEMA stellten in Rouen den Film „Der andere Junge“ von Volker Einrauch vor. Der Regisseur diskutierte seinen Film im Regionalparlament mit engagierten französischen Schülerinnen und Schülern.
Unter dem Thema „Les loisirs et les sports dans les films d’archives – régards croisés“ (Freizeit und Sport in Filmarchiven) präsentierten Peter Stettner vom Kulturarchiv der FH Hannover und Agnès Deleforge vom Bildarchiv des Pôle Image Sammlungsbestände aus den Jahren 1930 bis 1960.
Im Rahmen von „FotoKino“ wurde außerdem in der Fotogalerie des Pôle Image die Ausstellung „Kunstwerke, Oeuvres“ mit schönen, großformatigen Fotografien der renommierten Künstler Bernd und Hilla Becher eröffnet.
Bei mehreren Arbeitstreffen erörterten Deutsche und Franzosen die Zukunft des filmkulturellen und –pädagogischen Austausches, der im November in Braunschweig fortgesetzt werden wird. Der Empfang vom Leiter der Filmstiftung Pôle Image, Denis Darroy, und seinem Team war einmal mehr außerordentlich herzlich.
Mehr zum filmkulturellen Austausch hier im web TV des Pôle Image:
