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Never Ending Stories

Never Ending Stories

Die Ausstellung „Never Ending Stories“ ist Anlass für das BIFF, eine filmische Reflektion zum Thema beizusteuern. Der Loop ist fester Bestandteil der Popkultur heute, u.a. in Musik, Tanz, Musikvideo, Computerspiel. Insbesondere in der Musik ist der Loop als „Refrain“ (Wiederholungsvers) schon sehr alt und positiv konnotiert: Eine schöne Melodie wird gerne wiederholt; der allgegenwärtige Musikhit wird zum Meta-Loop. Im Film hingegen ist der Loop entweder (positiver) Traum oder (negatives) Trauma: Wenn etwas nicht funktioniert, dann hätte man gerne eine zweite Chance. Der Film ermöglicht diesen Wunschtraum – und spielt dann auch die negativen Seiten dieser Fiktion durch, wie etwa bei UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER von Harold Ramis. Zu Trauma und Alptraum wird der Loop, wenn Wiederholung oder Zurück im Raum-Zeit-Kontinuum die Grundbedingungen der Existenz fundamental erschüttern – wissen wir doch, dass solche Loops im nicht-fiktionalen Leben unmöglich sind. In MOON etwa muss der Protagonist so erkennen, dass er ein Klon mit begrenzter Lebenszeit ist. Um den diesjährigen Eröffnungsfilm MATRIX, der auch den Loop als Problemfall kennt, zu zitieren: „A Déjà-vu is a glitch in the matrix“.