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DIE GOLDENEN VIER LINDEN

Preis für den besten Film der "Heimspiel"-Reihe

2017: OHNE DIESE WELT

Deutschland 2017, 115 Min.
Sprache: Deutsch, Spanisch, Untertitel: Deutsch
Genre: Dokumentation
Regie: Nora Fingscheidt
Kamera: Yunus Roy Imer
Buch: Nora Fingscheidt
Schnitt: Stephan Bechinger
Produktion: Peter Hartwig, Juliane Engel, Leonie Pokutta
Produktionsfirma: kineo Filmproduktion
Musik: John Gürtler
Altersbeschränkung: Freigegeben ab 12 J.


Im Norden Argentiniens, 2016: In einem von der Umwelt abgeschnittenen Gebiet leben etwa 700 deutschstämmige Mennoniten. Vor 18 Jahren kamen sie aus Mexiko und hofften, ein Leben ohne Fortschritt leben zu können. Ohne Autos, ohne Stromanschluss, Telefone oder Radios, führen sie ein Leben wie im 18. Jahrhundert. Die Glaubensgemeinschaft betreibt Ackerbau und Viehzucht, sie sprechen ein altes Plattdeutsch und leben ein frommes Leben für Gott. Der Dokumentarfilm beobachtet das Leben einer leisen Gesellschaft zwischen Abschottung und Wandel und hinterfragt, ob die Kinder diesen Weg ebenfalls gehen wollen und man sich der technischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung völlig verweigern kann.

Die Jury mit dem Schauspieler, Autor und Filmemacher Detlef Bothe, der Regisseurin und Drehbuchautorin Anna Linke und dem Vorjahresgewinner Lars Jordan entschied sich für die ergreifende Dokumentation von Regisseurin Nora Fingscheidt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

2016: DEXIT - DER NÄCHSTE FLÜCHTLING BIST DU

Deutschland 2016, 126 Min.
Regie: Lars Jordan
Kamera: Ignacio Hennigs
Buch: Lars Jordan
Schnitt: Kid Cut
Darsteller: Jarah- Maria Anders, Marcel A. Heizmann, Kristina Kostiv
Produktion: LowDefinitionFilms
Musik: Lars Jordan, DJ Baby Tiger u.a.

Die nahe Zukunft: Deutschland ist von einer schweren Krise erschüttert. Lisa, Agatha, Fahrer Ronny und Hund Trojo bilden eine Fahrgemeinschaft in einem Kleinbus, als aus unbekannten Gründen alle Kommunikationsnetze zusammenbrechen. Nachdem sie von einer Tankstelle gewaltsam vertrieben wurden geht ihnen am folgenden Tag der Treibstoff aus - sie müssen zu Fuß weiter, orientierungslos und nur mit ein paar Nahrungsmitteln in Plastiktüten. Gejagt von einer feindseliger Landbevölkerung verstecken sie sich in den Wäldern, innerhalb von Stunden sind sie von Reisenden zu Flüchtlingen im eigenen Land mutiert. Nicht alle aus der Gruppe überleben diesen Auftakt eines Bürgerkrieges...

Die Jury mit Cinestrange-Leiter Marc Fehse, Leon Kluth vom Braunschweiger Sommerkino und Bloggerin Stefanie Krause von  kult-tour-bs.de entschied sich für das dystopische Drama von Regisseur Lars Jordan, das in Braunschweig seine Weltpremiere erlebte. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.