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Das 29. Filmfestival 2015

BRAUNSCHWEIG KRÖNT "4 KÖNIGE"

„Das war eine harte Konkurrenz“, betonte Theresa von Eltz, die mit „4 Könige“ den Publikumspreis „Der Heinrich“ des 29. Braunschweiger Filmfestivals gewann. Gemeinsam mit Hauptdarsteller Clemens Schick freute sie sich über die 10.000 Euro Preisgeld, die der Hauptsponsor des Festivals Volkswagen Financial Services stiftet. Die frisch gekürte Gewinnerin bedankte sich ausdrücklich beim Festival-Hauptsponsor und unterstrich, wie wichtig und hilfreich solche Auszeichnungen gerade für junge Filmemacher sind.

Der französische Regisseur Fred Nicolas erhielt den deutsch-französischen Jugendpreis KINEMA für „Max & Lenny“. Sein Film über die Freundschaft zweier junger Frauen aus den heruntergekommenen Vorstädten Marseilles feierte in Braunschweig seine Deutschland-Premiere. Die junge Jury aus drei Deutschen und drei Franzosen im Alter von 17 bis 21 Jahren zeigte sich vor allem von der Realitätsnähe des Films beeindruckt: „Nicolas’ Darsteller, selbst aus Marseille stammend, sind beinahe vollständig Laien. In ihrer Gegensätzlichkeit von Meer und Hochhaussiedlung, Freiläufigkeit und Gefangenschaft, gerät die Stadt selbst zur Bedeutungsträgerin. Fred Nicolas hat einen wirklichkeitsnahen Film geschaffen, dessen Ende Raum für Hoffnung lässt.“

© Moritz Küstner/Filmfestival
© Moritz Küstner/Filmfestival

Filmkomponist Marcel Barsotti, dem die Reihe „Musik & Film“ gewidmet war, bedankte sich live am Flügel mit einem filmmusikalischen Potpourri. Mit der Filmkonzert-Weltpremiere von Sönke Wortmanns Historiendrama „Die Päpstin“ hatte er das Festival mit dem Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Helmut Imig eröffnet. In einer zweiten Filmkonzert-Weltpremiere hatte der Schweizer den Stummfilm „Dolphins“ von Farhad Yawari aus dem Jahr 2000 aufgeführt.

© Moritz Küstner/Filmfestival
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Barsotti war nicht der einzige namhafte Filmkonponist auf der Bühne des Braunschweiger Staatstheaters. Für den Soundtrack der Preisverleihung zeichneten die „Akademix“, verantwortlich, die Band der Deutschen Filmakademie mit Helmut Zerlett, Ali Askin, Michael Beckmann, Jochen Schmidt-Hambrock und Christoph Zirngibl. Moderator Ill-Young Kim führte durch den Abend.

© Moritz Küstner/Filmfestival
© Moritz Küstner/Filmfestival

Vorausgegangen waren sechs Tage mit 110 Lang- und 160 Kurzfilmen aus 50 Ländern. Allein von den Langfilmen waren 30 Produktionen deutsche bzw. internationale Premieren. 40 Regisseure stellen ihre Produktionen in Braunschweig persönlich vor.

Besonders viele Gäste konnte das Festival im Wettbewerb „Der Heinrich“ begrüßen. Im Publikumswettbewerb für europäische Debüt- und Zweitfilme waren neben den Preisträgern Theresa von Eltz und Fred Nicolas der finnische Regisseur Mikko Kuparinen mit 2 NIGHTS TILL MORNING , aus Spanien der Regisseur Zoe Barriatúa mit THE HEROES OF EVIL sowie Schauspieler Joseba Usabiaga, der eine der beiden Hauptrollen in PIKADERO spielt, zu Gast.

© Moritz Küstner/Filmfestival
© Frank Sperling/Filmfestival
© Moritz Küstner/Filmfestival
© Frank Sperling/Filmfestival

Außerdem stellten Regisseur Yared Zeleke und Produzent Johannes Rexin stellten EPHRAIM UND DAS LAMM vor, war Regisseur Marinus Groothof mit THE SKY ABOVE US in Braunschweig während Regisseur Simon Blake und Produzentin Farah Omarshah STILL präsentierten. Alle Filme feierten auf dem Festival ihre Deutschland-Premiere. Die erlebte auch Regisseurin Esen Isik, die mit Schauspielerin Beren Tuna KÖPEK vorstellte. Sie konnten sich zudem über einen Verleih-Deal freuen: GMfilms wird die schweizerisch-türkische Produktion in die deutschen Kino bringen.

© Frank Sperling/Filmfestival
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Die Ausgabe 2015 wartete mit mehreren neuen Formaten auf. Mit „Beyond:…“ startete das Filmfestival eine Reihe, die einem jährlich wechselnden Schwerpunkt gewidmet ist. „Wir wollen neue filmsprachliche Tendenzen präsentieren, und Filme zeigen, die visuell oder thematisch Risiken eingehen und sich von cineastischen oder moralischen Konventionen lösen“, hatte Festivaldirektor Michael P. Aust angekündigt.

Den Anfang machte „Beyond: Love“ zum Bruch klassischer Liebes- und Beziehungs-Konventionen, u.a. mit der internationalen Premiere von PARALEL LINES MEET AT INFINITY der russischen Regisseurin Lika Alekseeva und den deutschen Erstaufführungen von HIDE AND SEEK, den Regisseurin Joanna Coates aus Großbritannien vorstellte und der litauisch-französisch-niederländischen Koproduktion DER SOMMER VON SANGAILÉ, die Schauspielerin Julija Steponaityte begleitete. Außerdem feierte das schwedische Liebesdrama GUERRILLA Anders Hazelius' seine Deutschlandpremiere.

© Frank Terhorst/Filmfestival
© Moritz Küstner/Filmfestival
© Michael Werner/Filmfestival

Ebenfalls neu im Programm war die Reihe „Green Horizons“ zum Thema Nachhaltigkeit. Die fünf Filme - THE AGE OF STUPID von Franny Armstrong (UK 2009), THE EAST von Zal Batrmanglij (USA/UK 2013), JUST EAT IT: A FOOD WASTE STORY von Grant Baldwin (CAN/UK/USA 2014), BIENEN - EINE WELT IM WANDEL von Dennis Wells (A 2014) sowie die Deutschlandpremiere von Andrew Morgans Dokumentation THE TRUE COST (2015) - zeigten auf, dass das Prinzip nachhaltigen Handelns überall auf der Welt verletzt wird.
Auf der Paneldiskussion im Kongresssaal der IHK diskutieren Wolfgang Wiechers (Stadtplaner, Architekt, Vorstand Umweltzentrum BS e. V.), Uwe Anders (Naturfilmer), Karin Oesten (Regionale Energieagentur), Dr. Ralf Utermöhlen (Geschäftstührer AGIMUS GmbH), Fabian Schrader (Masterstudent Sustainable Engenieering/TU Braunschweig), Holger Tepe (LAG Jugend und Film Niedersachsen) und Betram Verhaag, Dokumentarfilmregisseur und -produzent mit dem Publikum zur Frage „Was kann Film als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten?“

© Frank Sperling/Filmfestival
© Frank Sperling/Filmfestival

Neues auch in der Reihe „Neues Internationales Kino“, die um eine "Exklusiv"-Sektion ergänzt wurde. Mit "NIK-exklusiv" blickte das Festival auf die Arthouse-Highlights der nächsten Monate voraus, z.B. auf THE PILGRIM he – PAULO COELHO'S BEST STORY von Daniel Augusto, einem Biopic über den Literatur-Nobelpreisträger oder dem späteren Publikumsliebling THE BRAND NEW TESTAMENT von Jaco Van Dormaels mit Benoît Poelvoorde als Gott und Catherine Deneuve in einer Nebenrolle. Außerdem war Jennifer Jason Leigh in Duke Johnson und Charlie Kaufman neuer Produktion ANOMALISA zu sehen. Für die Vorstellung von COLONIA DIGNIDAD (LUX/F/D 2015) schaute Regisseur Florian Gallenberger auf einen Kurzbesuch vorbei.

Das „Neues Internationale Kino“ war so stark und jung wie nie: 22 Filme umfasste die cineastische Weltreise, davon waren zehn Filme Debüts oder Zweitwerke. Vier Filme feiern auf dem Festival ihre Deutschlandpremiere: DEAREST (CHN/HK 2014) von Peter Ho-Sun Chan, LE DEP (CAN 2015) von Sonia Bonspille Boileau, NORTH V. SOUTH (UK 2015) von Steven Nesbit, PARTISAN (AUS 2014) von Ariel Kleinman, A WHITE WHITE NIGHT (RUS 2014) von Ramil Salakhutdinov sowie PROJECT M (CAN 2014), den Eric Piccoli stellte persönlich vorstellte. Aus Iran war Regisseur Abbas Rafei mit OBLIVION SEASON zu Gast.

© Frank Sperling/Filmfestival
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© Frank Sperling/Filmfestival
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Die meisten Gäste verzeichnete die Mitternachtsreihe „H.P. Lovecraft at midnight“. Sie widmete sich dem amerikanischen Horror-Klassiker-Autor H.P. Lovecraft anlässlich seines 125. Geburtstages. Dem Meister des Kosmischen Grauens erwiesen die Regisseure Edward Martin III mit seinen Filmen INNSMOUTH LEGACY und COME TO US, Sascha Alexander Renninger mit SHADOW OF THE UNNAMABLE und FRAGMENT 1890, Andrew Leman mit THE CALL OF CTHULHU und WHISPERER IN DARKNESS, Huan Vu mit DIE FARBE die Ehre sowie Lovecraft-Podcast "Arkham Insiders"-Betreiber Axel Weiß. Fünf schaurige Nächte lang zeigten sie 19 Filme, darunter 2 Welt-, 3 Europa- und 4 Deutschlandpremieren.

© Frank Sperling/Filmfestival
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Aus Anlass des Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren zeigte das Festival in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Braunschweig das Programm „Annäherungen – Abgrenzungen“ mit zehn israelischen Filmen von Ephraim Kishons SALLAH - ODER: TAUSCHE TOCHTER GEGEN WOHNUNG aus dem Jahr 1963 bis zur Dokumentation CENSORED VOICES von 2015.
Als Special präsentierte das Filmfestival in einer Deutschlandpremiere die erste Staffel der israelischen Erfolgserie FAUDA über eine israelische Antiterroreinheit. Gemeinsam mit dem Kunstmuseum Wolfsburg zeigte das Festival ein Programm, das die Ausstellung „Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968“ mit sechs südamerikanischen Science Fiction-Filmen aus den Jahren 1967 bis heute filmisch spiegelt. Beide Programme kuratierte Olaf Möller.

In der Festival Edition der „Sound on Screen“-Reihe zeigte James Marcus Haney in NO CAMERAS ALLOWED, wie man sich auf großen Festivals hinter die Bühne schleicht. Jeanie Finlay setzte in ORION: THE MAN WHO WOULD BE KING dem Elvis Imitator Jimmy Ellis ein Denkmal. Don Hardy zeigte die großen Unbekannten der Popgeschichte in THEORY OF OBSCURITY: A FILM ABOUT THE RESIDENTS.
In der Sektion POWER TO THE PEOPLE stand schwarze Musik im Mittelpunkt. HUSTLERS CONVENTION von Mike Todd ehrte den Urvater des Rap Jalal Nuriddin, während sich THE HIP-HOP FELLOW von Kenneth Price auf die Suche nach den Meilensteinen der Samplinggeschichte machte. Alle Filme waren Deutschland-Premieren.

© Frank Sperling/Filmfestival
© Moritz Küstner/Filmfestival
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In der Reihe „Neue deutsche Filme“ hatte Mia Maarial Mayer eindeutig Heimvorteil. Die Regisseurin von TREPPE AUFWÄRTS brachte niciht nur Cutterin Anne Kliem und Produzent Patrick Wolff mit nach Braunschweig, sondern konnte im Kino auch Freunde und Verwandte begrüßen. Ausverkauftes Haus auch einem der "Poster-Stars" des diesjährigen Festivals. Daniel Fripan spielte in Nikias Chryssos' DER BUNKER den 8-jährigen Sohn der bizarren Familie und war dem Braunschweiger Publikum von einem der Plakatmotive bestens bekannt. Sabin Tambera und Alice Dwyer präsentierten Andrina Mracnikars Stalker-Psyhothriller MA FOLIE vor.

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© Frank Terhorst/Filmfestival
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Regisseur David Carsenty präsentierte seinen Geheimdienstthriller AFTER SPRING COMES FALL, während Regisseurin Uisenma Borchu und Produzent Martin Kosok das dokumentarisch anmutende Frauenporträt SCHAU MICH NICHT SO AN vorstellten. Andy Herzog und Matthias Günter, die beiden Regisseure von WINTERGAST, berichteten von ihren Dreharbeiten und Festivalerfahrungen mit ihrem schwarz-weiß Roadmovie über einen Jugendherbergstester.

Filmkritik und Filmförderung standen im Mittelpunkt der beiden Industry Talks. Die Panel-Diskussion „Future Reloaded – Game Change beim deutschen Film“ beleuchtete das Geflecht von Förderungen, Sendern und Hochschulen und lotet Veränderungsoptionen aus. Huan Vu, Regisseur und Produzent von DIE FARBE forderte neue Kriterien der Filmförderung, insbesondere für Genrefilme. Angesichts des zunehmenden Verlusts der jungen Zuschauer an VOD-Kanäle mahnte er, schneller auf diese Veränderungen der Branche zu reagieren. Vu befürchte allerdings, dass das jüngere Publikum bereits verloeren sei. Arno Ortmair, Vorstandsvorsitzender des Verbands Deutscher Filmproduzenten, stimmte zu: Der deutsche Film und die deutsche Filmförderung denke zu stark in nationalen Grenzen. das augenblicke Systeme lasse keine Veränderungen zu. Es fehle an Spielraum für Experimente, an mehr Raum für kreative Anarchie. Dem stimmte auch Thomas Schäffer, Geschäftsführer Nordmedia, zu, der zugestand, dass manche Veränderungen schneller passieren, als Gremien oganisiert sind.

© Frank Sperling/Filmfestival
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Mit sieben Kurzfilmprogrammen und zwei Werkstattgesprächen kehrt das Filmfestival ins LOT Theater zurück. Tasja Langenbach, Leiterin der Videonale Bonn blickte zurück auf 30 Jahre Videokunst. Musikvideoregisseurin Mirjam Baker stellte den neuen Filmfestival-Trailer und weitere ihrer Arbeiten vor.

Filmkritik und Filmförderung standen im Mittelpunkt der beiden Industry Talks. Die Panel-Diskussion „Future Reloaded – Game Change beim deutschen Film“ beleuchtete das Geflecht von Förderungen, Sendern und Hochschulen und lotet Veränderungsoptionen aus. Huan Vu, Regisseur und Produzent von DIE FARBE forderte neue Kriterien der Filmförderung, insbesondere für Genrefilme. Angesichts des zunehmenden Verlusts der jungen Zuschauer an VOD-Kanäle mahnte er, schneller auf diese Veränderungen der Branche zu reagieren. Vu befürchte allerdings, dass das jüngere Publikum bereits verloeren sei. Arno Ortmair, Vorstandsvorsitzender des Verbands Deutscher Filmproduzenten, stimmte zu: Der deutsche Film und die deutsche Filmförderung denke zu stark in nationalen Grenzen. das augenblicke Systeme lasse keine Veränderungen zu. Es fehle an Spielraum für Experimente, an mehr Raum für kreative Anarchie. Dem stimmte auch Thomas Schäffer, Geschäftsführer Nordmedia, zu, der zugestand, dass manche Veränderungen schneller passieren, als Gremien oganisiert sind.

© Frank Sperling/Filmfestival
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In Kooperation mit dem internationalen Kritikerverband FIPRESCI veranstaltete das Festival das „BIFF Filmkritik Lab“ über die Zukunft der Filmkritik und ihre bislang ungenutzten Chancen im Internet. Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, startete die ganztägige Veranstaltung mit einem Workshop zum Verfassen von Filmkritiken. Alin Taşçıyan, Vizepresidentin der FIPRESCI, begrüßte die Teilnehmer gemeinsam mit Horst-Peter Koll, Chefredakteur des film dienst, der Medienpartner der Veranstaltung war. "What's wrong" lautete die Leitfrage des ersten Talks, den Filmemacher  und -journalist Andrew Horn moderierte und Alin Taşçıyan, Daniel Kothenschulte, György Kárpáti (Vice-President FIPRESCI) und Katharina Dockhorn, (Bundesverband deutscher Medienjournalisten) um Stellungnahme bat.

Der zweite Teil des Tages war ausgewählten Praxis-Beispielen vorbehalten. Kaja Klimek vom Warschauer Weekendowy Magazyn Filmowy/Hashtag Warsztat stellte in ihrer Lecture "It's better to be online" heraus, wie Video Blogging herkömmliche Filmkritik erweitern kann.
Florian Krautkrämer von der HBK Braunschweig erörterte am Beispiel des "Daumenkinos", ob studentische Film Blogs nicht die neue öffentlich-rechtliche Filmkritik sind. Alin Taşçıyan stellte ihren feministischen Ansatz der Filmkritik vor.
In einem Abschluß-Panel loteten Kaja Klimek, Florian Krautkrämer, Claudia Reinhard (Mitglied der Talents Critique der 54. Semaine de la Critique) und Holger Römers (freier Filmkritiker) mögliche Optionen für Filmkritiker aus.

© Frank Sperling/Filmfestival
© Frank Sperling/Filmfestival
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Festivaldirektor Michael P. Aust sah einen starken Festivaljahrgang: "Die Gesellschaft steht unter großer Spannung. Nichts, was wir bisher als normal oder stabil betrachtet haben, ist mehr sicher, die gewaltsamen Brüche häufen sich: Das Internationale Filmfestival Braunschweig war in diesem Jahr geprägt von Filmen, die sich mit diesem Eindringen der Störungen in die heile bürgerliche Welt auseinandersetzen - ein extrem starker Jahrgang mit 110 Langfilmen, darunter 30 deutsche und internationale Premieren, mit 160 Kurzfilmen und mit gestiegenen Besucher- und Umsatzzahlen.
Höhepunkte waren etwa die Weltpremiere von Paul Hills The Power, die Internationale Premiere von Lika Alekseevas Parallel Lines Meet at Infinity,  die deutschen Festivalpremieren von Charlie Kaufmans Anomalisa und Florian Gallenbergers Colonia Dignidad sowie der Israelischen TV-Serie Fauda.

Stolz bin ich insbesondere auf die Werkschau zum Filmkomponisten Marcel Barsotti mit ihren zehn Filmen und zwei Filmkonzerten, die dem Staatsorchester Braunschweig und seinem Chor die Möglichkeit boten, einmal mehr mit den Facetten seiner filmmusikalischen Expertise das Publikum total zu begeistern".