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27.11.2019

27.500 Zuschauer beim 33. Internationalen Filmfestival Braunschweig

Mit 27.500 Besuchern verzeichnete das Festival ebenso viele Zuschauer wie im Rekordjahr 2018. „Ein toller Erfolg“, freut sich Filmfestival-Vorstand Thorsten Rinke, „umso mehr, als uns weniger Kinoplätze zur Verfügung standen. Die Auslastung war noch höher als im Vorjahr. Unser besonderer Dank geht einmal mehr an das Staatsorchester Braunschweig und unseren Hauptsponsor Volkswagen Financial Services für ihre großartige Unterstützung!“

Star des Festivals war Mario Adorf! Das Festival ehrte ihn mit dem Hauptpreis „Die Europa“ für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur. „Ich wüsste keinen würdigeren Preisträger als Dich!“, erklärte Regisseur Dominik Wessely, der in seiner Laudatio auf Adorfs zahlreiche europäische Stationen verwies.

Adorf nahm den Hinweis auf Europa in seiner Dankesrede auf: „Die ganz große Überraschung heute Abend war die Internationalität dieses Festivals. Hier zu sehen, insbesondere bei den Wettbewerbsfilmen, wie viele verschiedene europäische Mitarbeiter an den einzelnen Filmen beteiligt sind! Das ist das Europa, das wir wollen und erhalten müssen!“ Die mit 20.000 Euro dotierte „Europa“ stiftet der Hauptsponsor des Festivals Volkswagen Financial Services.

Das Braunschweiger Publikum gab sein klares Bekenntnis zu Europa an der Kinokasse ab. Publikumslieblinge waren „I am lying now“ von Pawel Borowski, „A Clever Crook“ von Lucas Bernard sowie „The Best of Dorien B.“ von Anke Blondé, die den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis „Der Heinrich“ für europäische Debüt- und Zweitfilme erhielt. Ebenfalls stark an der Kinokasse waren das vietnamesische Drama „The Third Wife“ von Ash Mayfair, die in die Gegenwart transportierte Victor Hugo Verfilmung „Les Misérables“ von Ladj Ly aus Frankreich sowie der rumänisch-französisch-deutsche Gangsterthriller „La Gomera“ von Corneliu Porumboiu.

Den mit 10.000 Euro dotierten Volkswagen Financial Services Filmpreis gewann „In My Skin (Farming) von Adewale Akinnuoye-Agbaje. Den „Green Horizons Award“ für den besten Film zum Thema Nachhaltigkeit erhielt Martin Boudot für „Green Warriors: Paraguay‘s Poisoned Fields“. Den mit 3.000 Euro dotierten Braunschweiger Filmpreis für den besten Nachwuchsschauspieler nahm Max Hubacher für seine Rolle in Hannes Baumgartners „Der Läufer“ entgegen. Der Queere Filmpreis Niedersachsen ging an den georgischen Regisseur Levan Akin für „Als wir tanzten“. Den Deutsch-Französischen Jugendpreis KINEMA erhielt die Regisseurin Mariko Minuguchi für „Mein Ende. Dein Anfang.“. Doppelt freuen konnte sich Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss. Mit ihrer Dokumentation „Lovemobil“ gewann sie den erstmals vergeben Frauenfilmpreis „Die TILDA“ mit 5.000 Euro Preisgeld sowie den mit 1.000 Euro dotierten „HeimspielPreis.

Außerdem zeichnete das Festival den Filmkomponisten und Bandleader Helmut Zerlett für sein Lebenswerk mit dem „Weißen Löwen“ aus. Ihm war auch die Retrospektive in der Filmmusikreihe „FxM: Film meets Music“ gewidmet. In dieser präsentierte das Festival in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig so unterschiedliche Formate wie das Helmut Zerlett Porträtkonzert, gemeinsam mit den Akademix, der Band der Deutschen Filmakademie, zur Eröffnung die deutsche Premiere des Filmkonzerts „Das Piano – Live-to-Film“ und das Live-to-Game-Konzert „Stories: Path of Destinies“. Als special guests vertonte das französische Elektro-Pop-Duo „The Penelopes“ den Stummfilm „The Home Maker“.

Insgesamt zeigte das Festival an sechs Tagen 282 Kurz- sowie 108 Langfilme sowie sieben Filmkonzerte.

Im nächsten Jahr findet das 34. Internationale Filmfestival Braunschweig in der Zeit vom 2. bis 8. November 2020 statt.