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10.11.2018

Die Preisträger des 32. Internationalen Filmfestival Braunschweig

+++ Die „Europa“ für Sandrine Bonnaire +++ Publikumspreis „Der Heinrich“ für „Die Schneiderin der Träume“ von Rohena Gera +++ Volkswagen Financial Services Filmpreis an „X – The Exploited“ von Károly Ujj Mászáros +++ Green Horizons Award an Jasmin Herold und Michael Beamish für „Dark Eden“ +++ Braunschweiger Filmpreis an Anna Suk +++ Queerer Filmpreis Niedersachsen für „Nina“ von Olga Chajdas +++ Deutsch-französischer Jugendpreis KINEMA an „Blue My Mind“ von Lisa Brühlmann+++ „Weißer Löwe“ für den Filmkomponisten Irmin Schmidt +++ „My Favourite Fabric“ von Gaya Jiji gewinnt „Die Goldenen Vier Linden“

Neun Preise vergibt das Internationale Filmfestival Braunschweig bei der heutigen Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters um 19:00 Uhr, vier davon zum erstem Mal.

Die Europa für Sandrine Bonnaire
Der Hauptpreis des Festivals, „Die Europa“, geht an Sandrine Bonnaire. Das Festival ehrt die französische Schauspielerin und Regisseurin für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis stiftet Volkswagen Financial Services. Sandrine Bonnaire wird den Preis persönlich entgegennehmen. Die Laudatio hält der Filmpublizist Horst Peter Koll.

Der „Weiße Löwe“
Der „Weiße Löwe“, der Lebenswerkpreis für einen international renommierten Filmkomponisten, geht an Irmin Schmidt, den Gründer der legendären Band CAN, der mit dem Braunschweiger Staatsorchester die Deutsche Erstaufführung seines „CAN-DIALOGUE for large orchestra“ präsentierte. Komponist Gregor Schwellenbach hält die Laudatio.

Publikumspreis „Der Heinrich“
Im „Heinrich“ waren erstmals alle zehn Wettbewerbsfilme deutsche Erstaufführungen. Den Publikumswettbewerb um den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm, gewinnt Regisseurin Rohena Gera mit „Die Schneiderin der Träume “ (Verleih: Neue Visionen). Die indisch-französische Co-Produktion erzählt die Liebesgeschichte der Hausangestellten Ratna und ihres Arbeitsgebers Ashwin vor dem Hintergrund der tiefverwurzelten Klassenunterschiede der indischen Gesellschaft.
Den mit 10.000 Euro dotierten Preis stiftet der Hauptsponsor des Festivals Volkswagen Financial Services. Das Preisgeld geht zu gleichen Teilen an die Regisseurin und einen deutschen Verleih.

Volkswagen Financial Services Filmpreis

Erster Preisträger des Volkswagen Financial Services Filmpreises mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ist „X – The Exploited“ von Károly Ujj Mászáros. Die ungarische Produktion über eine Polizistin, die in einer Polit-Mordserie ermittelt, beeindruckte die Jury mit der polnischen Journalistin und Youtuberin Kaja Klimek, dem deutschen Regisseur Ingo Haeb, dem spanischen Medienkünstler Miquel López Mora (Digital21) sowie Dr. Frank Woesthoff, Leiter der Unternehmenskommunikation der Volkswagen Financial Services durch einen extrem dichten, immer wieder überraschenden Spannungsbogen und ihre große Liebe zum Detail.

Queerer Filmpreis Niedersachsen
Die polnische Regisseurin Olga Chajdas gewinnt mit „Nina“ den „Queeren Filmpreis Niedersachsen“ der erstmals auf dem Braunschweiger Festival verliehen wurde. Die Jury mit Hans Hengelein (Ministerium für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung Niedersachsen), Christopher Kühne (Perlen Team Hannover), Jessica Lach (Landeskoordinatorin im QNN), Mara Otterbein (Trans* in Niedersachsen), Lucie Veith (Netzwerkkoordinatorin für die Belange intergeschlechtlicher Menschen in Niedersachsen) und Stefan Olsdal, Bassist der Band Placebo, entschied sich für das Porträt einer starken Frau, das das Klischee des „lesbischen Films“ durchbricht, indem es eben alles andere als romantisch und warm ist. Die 5.000 Euro Preisgeld stehen je zur Hälfte der Regie und dem Verleih für queere Filmarbeit zur Verfügung. Der Queere Filmpreis wird gefördert mit Mitteln des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Kampagne „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt* in Niedersachsen.

Green Horizons Award
Ebenfalls erstmals vergeben wird der mit 2.500 Euro dotierte „Green Horizons Award“ für den besten Filme zum Thema Nachhaltigkeit. Die Jury mit Regisseurin Antje Hubert, Aline Hische, Johannes Skowron (Re-Athlete) und Roland Makulla (Oeding) entschied sich für „Dark Eden“ von Jasmin Herold und Michael Beamish, eine düstere Dokumentation über die Stadt Fort McMurray, dem Zentrum des kanadischen Ölsandabbaus.
„Mit kluger Dramaturgie und in eindringlichen Szenen gelingt es den Filmemachern, dass wir die Überlebensstrategie der Protagonisten – unerschütterliche Optimisten und verzweifelte Glücksucher – verstehen und als Parabel für den Zustand dieser Welt lesen können. ‚Dark Eden‘ ist spannend erzählt, … und ein wertvoller Beitrag für alle, die sich um diese Welt sorgen und zu ihrer Rettung beitragen wollen“, so die Jury. Die Reihe „Green Horizons“ wird von der Unternehmensgruppe Oeding gesponsert.

Deutsch-französischer Jugendpreis KINEMA
Der deutsch-französische Jugendpreis KINEMA ging an „Blue My Mind“ von Regisseurin Lisa Brühlmann. Die schweizerische Produktion (Verleih: Meteor Film) über eine 15-jährige, die merkwürdige körperliche Transformation durchlebt, begeisterte die Jury mit ihren metaphorische Interpretationsmöglichkeiten, der großartigen Vertonung und dem exzellenten Spiel der Darsteller. Den Preis vergab eine junge Jury aus drei Deutschen und drei Franzosen im Alter von 16 bis 17 Jahren. Den Preis unterstützen u.a. das Land Niedersachsen und das Deutsch-Französische Jugendwerk.

„Die Goldenen Vier Linden“
„Die Goldenen Vier Linden“ für den besten Film der „Heimspiel“-Reihe ging an „My Favourite Fabric“ von Regisseur Gaya Jiji. SUBWAY Magazin Chefredakteur Benyamin Bahri,
Regisseurin und Vorjahresgewinnerin Nora Fingscheidt und Schauspielerin und Regisseurin Elda Sorra zeigten sich besonders beeindruckt von der Filmmusik, die der Braunschweiger Peer Kleinschmidt für die Geschichte einer 25-jährigen im Damaskus des Jahres 2011 komponierte. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Die Preisverleihung findet am Samstag, 10. November 2018, 19:00 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig statt. Das 32. Internationale Filmfestival Braunschweig endet am Sonntag, 11. November mit der Vorführung des Gewinnerfilms des Publikumswettbewerbs „Die Schneiderin der Träume “ um 19:00 Uhr im C1 Cinema, Saal1.

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