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GREEN HORIZONS AWARD

2018 wird erstmals der "Green Horizons Award", gestiftet von der Unternehmensgruppe Oeding, für den besten Film der Nachhaltigkeitsreihe "Green Horizons" verliehen. Eine Jury zeichnet den Film aus, der am ehesten durch die gezeigte Kombination von Fakten, Geschichten, Engagement, Worten, Musik und Bildern das größte Potenzial hat, Menschen zu einer Veränderung von Verhalten, Gedanken oder Einstellungen im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu bewegen.

 

Gewinner 2018: DARK EDEN

Die Jury 2018

Hische/Skowron

Alina Hische (25) und Johannes Skowron (24) sind die Gründer des Social Startups "Re-Athlete". Unter diesem Namen vertreiben die beiden Studenten nun schon seit zwei Jahren recycelte Sportswear, die aus Ozeanmüll hergestellt wird. Sie vereinen Nachhaltigkeit und Sport mit einer regionalen Produktion.

Antje Hubert

Geboren in Celle, Niedersachsen, studierte sie Bildende Kunst und Geschichte in Braunschweig und Kiel. Bis 2017 war sie als Regisseurin, Produzentin und Filmgeschäftsführerin in der thede Filmproduktion GbR tätig. Seit 2018 produziert Antje Hubert unter dem eigenen Label mairafilm.

Roland Makulla

Der gebürtige Braunschweiger kehrte nach verschiedenen Stationen im Ausland 2007 in die Löwenstadt zurück, übernahm als Quereinsteiger das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement bei der oeding print GmbH und steht mit großer persönlicher Überzeugung hinter der Transformation des Unternehmens in eine der „grünsten“ Druckereien Deutschlands.

Die Gewinner

DARK EDEN

Regie: Jasmin Herold & Michael Beamish, Deutschland 2018, 80 Min.

 

Die Begründung der Jury:

Gesucht war der Film, der„das größte Potential hat, Menschen zu einer Veränderung von Verhalten, Gedanken oder Einstellungen im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu bewegen.“

Die Jury hat sich für einen Film entschieden, der an einen Ort führt, dessen Bewohner die offensichtliche Verseuchung ihrer Umwelt systematisch ausblenden. Sie haben einen Verdrängungsmechanismus perfektioniert haben, den wir alle kennen: Einfach nicht zu sehen, was man weiss.

in DARK EDEN erzählen die deutsche Filmemacherin Jasmin Herold und ihr  kanadischer Film- und Lebenspartner Michael Beamish vom Leben in Fort Mc Murray, einer Stadt in der kanadischen Provinz, wo auf gigantischen Flächen Ölsande abgebaut werden.

Die Filmemacher lassen ihren Protagonisten und ihrer Weltsicht angenehm viel Raum: unerschütterliche Optimisten und verzweifelte Glücksucher, auf unterschiedliche Weise die kleinen Profiteure im großen Spiel der übermächtigen Ölindustrie. Vor der Kamera versuchen sie, ihre eigenen Rollen zu definieren, die erst ins Wanken geraten, als plötzlich die eigene Existenzgrundlage bedroht ist. 

Mit kluger Dramaturgie und in eindringlichen Szenen gelingt es den Filmemachern, dass wir die Überlebensstrategie der Protagonisten verstehen und als Parabel für den Zustand dieser Welt lesen können. DARK EDEN ist ein Film, der im Gedächtnis bleibt. Spannend erzählt und mit eindrucksvollen Bildern bringt er ein Stück Welt- und Selbsterkenntnis auf die Leinwand, und ist gerade deshalb ein wertvoller Beitrag für alle, die sich um diese Welt sorgen und zu ihrer Rettung beitragen wollen.

Wir wünschen diesem Film ein möglichst großes Publikum.